IMG 0073 Orgel nach Sanierung 400pDie Orgel wurde von der Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich in den Jahren 1929 bis 1937 erbaut. Sie erhielt die damals moderne pneumatische Traktur, die auch eine Vielzahl von Koppeln und Spielhilfen verwirklichen half. 56 klingende Stimmen sind auf drei Manuale und ein Pedal verteilt.

Aus der Vorgängerorgel, die im Jahr 1810 von Johann Christian Kayser, einem Schüler Gottfried Silbermanns, erbaut worden war, konnten elf Register übernommen werden.

Leider erwies sich die pneumatische Orgel als sehr störanfällig und wartungsintensiv. Nach 1945 wurde aus Geldmangel kaum Wartungen vorgenommen. Deshalb war die Orgel zu Beginn der 1970er Jahre in einem so desolaten Zustand, dass umfangreiche Reparaturarbeiten notwendig gewesen wären, die wiederum aus Geld- und Materialmangel verschoben wurden. Seit Ende der 1970er Jahre kann das gesamte dritte Manual nicht mehr gespielt werden. Bereits seit 1978 wird über einen kompletten Neubau der Orgel nachgedacht.

Nachdem die Jehmlich im Jahr 2015 unter Denkmalschutz gestellte wurde, soll sie nun in den kommenden Jahren restauriert und mit einem "ganz besonderen Ton" ergänzt werden: Dem weltweit ersten Orgelwerk aus Meissener Porzellan® in einer Kirchenorgel. 

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