FK innen IMG 3868 HDR 400pBeim Betreten des Kirchenschiffes erstaunt zunächst die gedrungene Baugestalt. Aufgrund der topographischen Verhältnisse und des Vorhandenseins eines Vorgängerbaus musste das Gebäude breiter als lang angelegt werden. Der Eingang an der Nordseite der Kirche befindet sich drei Meter über dem Südeingang am Markt.

Der steinerne Hauptaltar im Chor ist mittelalterlichen Ursprungs und wurde dem Hochaltar des Meißner Domes nachempfunden. Der spätgotische Altarschrein aus Lindenholz mit Blattgold belegt stammt von einem Meister der Meißner Schnitzwerkstatt. Im mittelalterlichen Stil ist im Mittelteil Gott selbst als weiser Mann dargestellt, neben ihm Christus und Maria, der diese Kirche 1457 geweiht wurde. Weitere Bilddarstellungen zeigen Szenen aus dem Leben Jesu. Die Seitenflügel sind im Original nicht mehr vorhanden und wurden als Ornamenttafeln neu geschaffen.

Das Gewölbe, dessen Schlusssteine und Gewölberippen in leuchtend rotem Farbton gehalten sind, steigt im Chor leicht an. Den Abschluss der Apsis bilden drei farbige Chorfenster von 1888 mit biblischen Szenen, entworfen von Wilhelm Walther, dem Gestalter des Dresdner Fürstenzuges. Im Kirchenschiff befinden sich weitere Kunstwerke aus unterschiedlichen Zeiten, jeweils Zeugen des lebendigen Glaubens der Gemeinde.   

Im südlichen Seitenschiff hängt ein kleiner spätgotischer Flügelaltar, auf Holz gemalt. Dargestellt ist die um ihren Sohn trauernde Maria, um sie herum Heilige der frühen Kirche.
Auf einer um 1500 entstandenen Grabtafel für ein Ehepaar Schauwaldt steht das Bekenntnis: Herr, erbarm dich über uns!
Auf der Empore in der Süd-West-Ecke der Kirche befindet sich ein Altarbild im romantischen Stil von 1840. Es zeigt den auferstandenen Christus und wurde von Julius Hübner geschaffen.
Im nördlichen Seitenschiff ist als Glaubenszeugnis der Reformation eine Grabtafel für den Bürgermeister Waldklinger und seine Familie von 1548 zu sehen, ein Werk der Cranach-Schule.

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